Stadtwandern

Veröffentlicht am 12. Oktober 2026 um 21:48

Die Dächer schimmern grün, schiefergrau und menningerot. Über allem ragen die marmorweissen Türme des Doms.

Erich Kästner

Zeitig sind wir beim Frühstück und bald schon mit dem Bus unterwegs zum Schloss Hellbrunn, damit wir gleich bei Türöffnung die allererste Führung erwischen.

Zuversichtlich durchquere ich den Wassertunnel, nur um am Ende frontal erwischt zu werden. 😂

Unser Plan, nicht nass zu werden, geht nicht auf. Dazu haben die Parkwächter:innen zu viel Erfahrung 😂 Tipp: am besten an einem warmen, sonnigen Tag wie heute besuchen, damit alles schnell wieder trocknet.

Nebst den bekannten Wasserspielen ist auch das Schloss und die Parkanlage sehenswert. Wir finden die interaktive Führung attraktiv gestaltet und der unkomplizierte und kurzweilige Audioguide eine tolle Lösung für individuelle Entdeckungen.

Zurück in der Stadt möchten wir gerne ein Stück Sachertorte essen, doch nach zwei vergeblichen Versuchen (ausverkauft!?) und einem dennoch feinen Kaffee geben wir schweren Herzens auf.

Auf das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg haben wir uns schon lange gefreut. Das letzte Mal in Salzburg (vor ca.20 Jahren...) hatten wir dafür nur ganz kurz Zeit. Doch ohalätz, am Montag ist das Museum geschlossen!

Trotzdem fahren wir mit dem Lift hinauf. Die Aussicht ist grandios und das Ticket für den Aufzug ist mit der Salzburg City Card gratis. Diese lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben die 45 Euro teure Karte für 48 Stunden beinahe dreifach herausgeschlagen!

Und als ob wir nicht schon genug Schritte gemacht hätten, entschliessen sich meine Mitreisenden, die Treppe bis in die Stadt hinunter zu laufen...

Dabei entdecke ich unser Hotel von oben.

Die Stiftskirche St. Peter mit ihren eindrücklichen Türen: aussen moderne Kunst, innen antik.

Wenn schon denn schon, sagen sich Marlene und Sara, und besteigen die Katakomben von St. Peter. Richtig, die befinden sich nämlich in der Höhe. Dabei treffen wir mehrere nichteuropäische Touristen nahe des Kreislaufkollapses, denn die vor über 1000 Jahren in den Felsen gehauenen Höhlen erreicht man nur über 84 Steinstufen.

Das Beste zum Schluss: nach der vergeblichen Suche nach Sachertorte habe ich bereits am Mittag im ältesten Chinarestaurant Salzburgs einen Tisch reserviert. Es wurde 1967 eröffnet und wird heute bereits in der 3.Generation betrieben. Ab sofort gehört es zu Walters Restaurant-Empfehlungen für alle Salzburg Besucher:innen.

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